Alle Samsung-SSDs im Überblick

Der koreanische Hightech-Hersteller Samsung ist unbestrittener Marktführer bei SSD-Speichermodulen. Eine breite Angebotspalette bringt aber auch viele verschiedene Modelle, so dass man durchaus den Überblick verlieren kann. Im folgenden zeigen wir alle in Deutschland erhältlichen Modelle für preisgünstige, normale und extrem schnelle PCs, getrennt nach Modellen im 2,5-Zoll-Format mit SATA-III-Anschluss und nach M.2-Steckplatinen.
Eigentlich ist der Überblick über die Samsung-Modellpalette nicht mal so unübersichtlich. Nach einigem Grübeln haben wir das Problem gefunden: Schuld sind eigentlich die diversen Online-Shops, die oftmals SSDs verschiedener Baureihen in einen großen Topf werfen und es dann dem Kunden überlassen, sich das richtige Produkt herauszusuchen. (Fast würden wir gerne sagen, das sind dann wirklich nur Lagerlogistiker und keine Einzelhändler…)

SSDs im 2,5-Zoll-Format

Die Einsteigerbaureihe bei Samsung ist die Samsung SSD 750 Evo. Diese gibt es in den drei Kapazitätsstufen 120 GByte, 250 GByte und 500 GByte. Daran sieht man schon sehr deutlich, dass Samsung hier nicht ins High-End-Lager vorstoßen möchte, sondern sich auf die sehr preisbewussten Käufer spezialisiert.

Die Samsung SSD 750 Evo ist die Einsteigerklasse des südkoreanischen Herstellers. Nicht immer ist sie aber auch die günstigste, denn bei manchen Händlern erhalten Sie die 850 Evo bei gleicher Kapazität zu einem besseren Preis.

Samsung bezeichnet die verwendeten Speichermodule ausdrücklich als „Samsung Nand Flash Memory“ und nicht als 3D-Flash. Wir unterstellen durchaus Absicht, weswegen die Vermutung naheliegt, dass die Koreaner hier noch Chips mit den einfacheren planaren Speicherzellen verwendet. Als Controller nutzt man den hauseigenen Samsung MGX. Eine Besonderheit hat sich Samsung aber beim Cache einfallen lassen: Die beiden kleineren Modelle arbeiten mit jeweils 256 MByte DDR3-Speicher, während das größere Modell 512 MByte LPDDR3 nutzen darf. Außerdem benutzt Samsung bei Schreibvorgängen einen „TurboWrite“ genannten Cache: Bei Schreibvorgängen werden einige Speicherzellen nicht mehr als MLC-, sondern als SLC-Zellen benutzt. Damit übernehmen die SSDs die zu schreibenden Daten wesentlich schneller. Übersteigt bei sehr großen Schreibvorgängen die Datenmenge die Cachegröße, sinkt die Übertragungsrate deutlich ein und wird auf „After TurboWrite“-Geschwindigkeit fortgeführt. Sobald der Cache in die normalen MLC-Speicherzellen übertragen ist, steht er wieder in hohem Tempo zur Verfügung.
Der Hersteller gibt eine Garantie von drei Jahren oder bis zur maximalen garantierten Schreibmenge, die Sie in der Tabelle finden.

BaureiheSSD 750 EvoSSD 750 EvoSSD 750 Evo
ModellMZ-750120MZ-750250MZ-750500
Kapazität120 GByte250 GByte500 GByte
Gehäuse / Anschluss2,5 Zoll, SATA III2,5 Zoll, SATA III2,5 Zoll, SATA III
Lesenkeine Angabekeine Angabe540 MByte / Sek.
Schreibenkeine Angabekeine Angabe520 MByte / Sek.
Lesen94.000 IOPS97.000 IOPS98.000 IOPS
Schreiben88.000 IOPS88.000 IOPS88.000 IOPS
Garantierte Schreibmenge35 TBW70 TBW100 TBW
Straßenpreis79 Euro84 Euro149 Euro
Preis pro GByte Kapazität0,66 Euro0,34 Euro0,30 Euro

Mit 3D V-NAND-Speicherzellen ausgerüstet ist die Samsung SSD 850 Evo. Man erhält sie in den Kapazitätsstufen 120 GByte, 250 GByte, 500 GByte, 1000 GByte, 2000 GByte und 4000 GByte (4 TByte). Schon hier erkennt man, dass Samsung auf Consumer genauso wie auf Profis abzielt.

Der Umsatzbringer bei Samsung ist die SSD 850 Evo.

Bei der 3D V-NAND-Technologie sind die Speicherzellen nicht mehr herkömmlich nebeneinander angeordnet, sondern in 32 Schichten übereinander, die zudem nicht einfach auf dem Chipträger liegen, sondern sich an der Außenseite von senkrecht stehenden Zylindern befinden. Auf diese Weise erschließt Samsung in jeder Hinsicht eine neue Dimension, denn damit kann man die Speicherzellen wieder größer und damit weniger störanfällig machen. Gleichzeitig brauchen die Speicherzellen weniger Grundfläche auf dem Halbleiterplättchen, dem sogenannten Die, was die Produktion insgesamt günstiger macht. Wie allgemein üblich verwendet der Hersteller auch hier Triple-Level-Cells, die mit acht Ladungszuständen jeweils drei Bit darstellen können. In den Datenblättern werden die Speicherzellen zwar als MLC bezeichnet, der Zusatz „3 Bit“ verrät aber, dass Samsung hier eine Technologie verwendet, für die sich die Bezeichnung TLC mittlerweile eingebürgert hat.
Nun bieten TLC-Speicherzellen normalerweise eine eher niedrige Schreibgeschwindigkeit. Wie alle Hersteller tut auch Samsung viel, um mit intelligenten Cachespeichern dieses Manko auszugleichen. Die Version mit 120 GByte Kapazität bietet 256 MByte Cache und die Modelle mit 250 und 500 GByte gleich 512 MByte Cache. Beim Modell mit 1000 GByte misst der Cache 1 GByte und beim 2000-GByte-Modell sind es gleich 2 GByte. Bei allen 850 Evo ist der Cache in der schnellen LPDDR3-Technik gefertigt. Zusätzlich gibt es auch hier die bereits bei der 750 Evo verwendete TurboWrite-Technologie. Das heißt, ein Teil der TLC-Speicherzellen wird in einem Single-Level-Zellen-Modus „grober“ und damit schneller beschrieben. Sobald der Schreibvorgang beendet ist, holt der SSD-Controller die Daten aus dem Pufferspeicher und schreibt sie „ordentlich“ und im platzsparenden TLC-Modus in die Speicherbausteine. Wird der Pufferspeicher bei extrem umfangreichen Schreibvorgängen voll, muss der SSD-Controller das Tempo, mit dem er Daten vom PC abnimmt, auf TLC-Geschwindigkeit reduzieren.
Der Hersteller bietet eine Garantie von fünf Jahren oder die maximale garantierte Schreibmenge, je nachdem, was zuerst eintritt.

BaureiheSSD 850 EvoSSD 850 EvoSSD 850 EvoSSD 850 EvoSSD 850 EvoSSD 850 Evo
ModellMZ-75E120MZ-75E250MZ-75E500MZ-75E1T0MZ-75E2T0MZ-75E4T0
Kapazität120 GByte250 GByte500 GByte1 TByte (1000 GByte)2 TByte (2000 GByte)4 TByte (4000 GByte)
Gehäuse / Anschluss2,5 Zoll, SATA III2,5 Zoll, SATA III2,5 Zoll, SATA III2,5 Zoll, SATA III2,5 Zoll, SATA III2,5 Zoll, SATA III
Lesen540 MByte / Sek.540 MByte / Sek.540 MByte / Sek.540 MByte / Sek.540 MByte / Sek.540 MByte / Sek.
Schreiben520 MByte / Sek.520 MByte / Sek.520 MByte / Sek.520 MByte / Sek.520 MByte / Sek.520 MByte / Sek.
Lesen94.000 IOPS97.000 IOPS98.000 IOPS98.000 IOPS98.000 IOPS98.000 IOPS
Schreiben88.000 IOPS88.000 IOPS90.000 IOPS90.000 IOPS90.000 IOPS90.000 IOPS
Garantierte Schreibmenge75 TBW75 TBW150 TBW150 TBW150 TBW150 TBW
Straßenpreis94 Euro99 Euro171 Euro329 Euro639 Euro1329 Euro
Preis pro GByte Kapazität0,78 Euro0,40 Euro0,34 Euro0,33 Euro0,32 Euro0,33 Euro

Mit echten 2-Bit-MLCs arbeiten die Samsung SSD 850 Pro, die bei SSDs im 2,5-Zoll-Laufwerksformat schon das obere Ende der Samsung-Produktpalette darstellen. Auch hier nutzt Samsung die hauseigene 3D V-NAND-Technologie, bei der die Speicherelemente in 32 Lagen auf vertikalen Trägerstrukturen auf dem Halbleitermaterial angeordnet werden. Samsung gibt an, dass sowohl durch die Verwendung vom 2-Bit-MLC-Speicherzellen als auch durch die 3D V-NAND-Technik die Geschwindigkeit weit höher ist als bei Produkten von Mitbewerbern. Dies erkauft man sich allerdings durch einen deutlich höheren Preis: Die SSD 850 Pro kostet im Schnitt etwa 30 bis 40 Prozent mehr als die günstigste SSD 750 Evo.

Zum nachrüsten eines normalen PCs die beste Empfehlung ist die Samsung SSD 850 Pro. Wenn es etwas günstiger sein soll, nehmen Sie die SSD 850 Evo.

Auch bei der SSD 850 Pro verwendet der Hersteller DRAM-Caches: 256 MByte bei der SSD mit 128 GByte, 512 MByte bei den Modellen mit 256 oder 512 GByte Kapazität, 1 GByte bei der SSD mit 1 TByte Fassungsvermögen und 2 GByte beim 2-TByte-Modell. Beim größten Modell ist der Cache in LPDDR3-Technik gefertigt, bei allen anderen in LPDDR2-Technologie.
Samsung gewährt auf die SSD 850 Pro eine Garantie von 10 Jahren oder der maximalen garantierten Schreibmenge, die natürlich deutlich höher liegt als bei den günstigeren Produktreihen.

BaureiheSSD 850 ProSSD 850 ProSSD 850 ProSSD 850 ProSSD 850 Pro
ModellMZ-7KE128MZ-7KE256MZ-7KE512MZ-7KE1T0MZ-7KE2T0
Kapazität128 GByte256 GByte512 GByte1 TByte (1024 GByte)2 TByte (2048 GByte)
Gehäuse / Anschluss2,5 Zoll, SATA III2,5 Zoll, SATA III2,5 Zoll, SATA III2,5 Zoll, SATA III2,5 Zoll, SATA III
Lesen550 MByte / Sek.550 MByte / Sek.550 MByte / Sek.550 MByte / Sek.550 MByte / Sek.
Schreiben470 MByte / Sek.520 MByte / Sek.520 MByte / Sek.520 MByte / Sek.520 MByte / Sek.
Lesen100.000 IOPS100.000 IOPS100.000 IOPS100.000 IOPS100.000 IOPS
Schreiben90.000 IOPS90.000 IOPS90.000 IOPS90.000 IOPS90.000 IOPS
Garantierte Schreibmenge150 TBW150 TBW300 TBW300 TBW300 TBW
Straßenpreis119 Euro139 Euro259 Euro499 Euro889 Euro
Preis pro GByte Kapazität0,93 Euro0,54 Euro0,51 Euro0,49 Euro0,43 Euro

SSDs mit M.2-Anschluss – Grundsätzliches
Grundsätzlich nicht für jeden Computer geeignet sind die SSD-Module im M.2-Format. Während die SSDs im 2,5-Zoll-Festplattenformat in einem Kunststoff- oder Blechgehäuse stecken, mit kleinen Schrauben im Computergehäuse fixiert und mit normalen Festplattenanschlusskabeln mit der Hauptplatine verbunden werden, muss man eine M.2-SSD direkt auf die Hauptplatine des PCs, das Mainboard, stecken. Das bedeutet, Ihr PC muss zunächst mal so einen Anschluss haben. Diese M.2-Slots (Slot = englisch für Steckplatz) werden seit etwa zwei Jahren in größeren Stückzahlen verbaut.
Bei M.2-SSDs gibt es zwei Varianten, wie Daten zum PC übertragen werden:
Möglichkeit 1: Die SSD nutzt den SATA-III-Bus (offiziell auch „SATA 6Gb/s“ genannt). Die Datenübertragung läuft genauso wie bei den in Festplattengehäuse verbauten SSDs, aber halt nicht durch ein Kabel, sondern über den M.2-Steckplatz. Die maximale Geschwindigkeit beträgt hier theoretische 600 MByte pro Sekunde. Sie liegt also exakt auf dem gleichen Niveau wie bei den SSDs im Festplattengehäuse, denn in der Realität bleiben von den 600 MByte pro Sekunde etwa 520 bis 560 MByte pro Sekunde übrig. Die einzige Voraussetzung für so eine SSD ist also der passende Steckplatz. Wenn ein M.2-Steckplatz vorhanden ist, passt eine solche SSD hinein und wird perfekt arbeiten. Gegen diese SSD-Variante spricht, dass sie fast immer teurer ist als die SSDs im Festplattengehäuse, aber nicht mehr Leistung bringt.
Möglichkeit 2: Deutlich schneller sind M.2-Module, die Daten über den PCIe-Bus übertragen und das NVMe-Protokoll verwenden. Hier wird der Flaschenhals SATA III umgangen, so dass Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 3600 MByte pro Sekunde möglich sind, also das sechsfache der herkömmlichen SSDs.
Leider gibt es hier gleich mehrere Probleme beziehungsweise Einschränkungen: Erstens müssen die Hauptplatine und die M.2-SSD wirklich zusammenpassen. Am sichersten geht man, wenn der Hersteller der SSD eine Liste herausgibt, auf der alle erfolgreich getesteten Hauptplatinen stehen. Ansonsten kann es beispielsweise passieren, dass Ihr Computer von der SSD nicht booten kann, und dann bräuchte man für das Betriebssystem wieder ein separates Speichermedium. Falls Sie sich auf Experimente einlassen wollen, prüfen Sie, ob Ihre Hauptplatine dem M.2-Steckplatz auch vier PCIe-3.0-Lanes einräumt. Sollten es nur zwei sein, wird die Geschwindigkeit auf etwa 2000 MByte pro Sekunde begrenzt – und das ist ja nicht der Sinn der Sache. Zweitens sind SSDs in dieser Technik aktuell etwas bis wesentlich teurer als Massenspeicher mit SATA-III-Anschluss. Drittens werden 99 Prozent aller Computeranwender den Geschwindigkeitsunterschied zwischen einer günstigen SSD und einer hochschnellen PCIe-SSD gar nicht merken. Der fühlbare Geschwindigkeitsunterschied zwischen einer Festplatte und einer SSD ist enorm, aber von einer SSD zur anderen merkt man praktisch keine Differenz. Zumindest keine, die die enormen Preisaufschläge rechtfertigen kann.

Samsung SSDs mit M.2-Anschluss

Samsung bietet bei den SSDs mit M.2-Anschluss aktuell noch vier Baureihen an. Aufgrund der oben genannten Gründe verzichtet Samsung auf ein günstiges Einsteigermodell, dafür gibt es am oberen Ende der Produktpalette eine Erweiterung.
Die Samsung SSD 850 Evo ist das Äquivalent der normalen SSD 850 Evo: Sie überträgt Daten im normalen SATA-III-Protokoll, ihre Geschwindigkeit ist deswegen gedeckelt auf absolut ausreichende 600 MByte pro Sekunde. In der Praxis bleiben davon – je nach Kapazität – 520 MByte pro Sekunde beim Schreiben und 540 MByte pro Sekunde beim Lesen übrig. Auch hier gilt, dass die SSDs umso schneller sind, je größer die Kapazität ist. Für mehr Fassungsvermögen brauchen die SSDs mehr parallel angeordnete Speicherchips und damit stehen dem SSD-Controller mehr parallel angeordnete Kanäle zur Verfügung.

Die Samsung SSD 850 M.2 hat ein Problem: Sie ist nicht schneller als die Variante im Festplattengehäuse, kann dafür aber – prinzipbedingt – mit manchen Hauptplatinen zicken.

Die maximale Kapazität beginnt bei der SSD 850 Evo M.2 bei 120 GByte und endet bei 1 TByte. Laut Datenblatt verwendet Samsung in dieser SSD V-NAND-Speicherbausteine, ausdrücklich fehlt hier der Zusatz „3D“. Dafür gibt es auch einen DRAM-Cachespeicher, der hier allerdings bei 512 MByte für alle Modelle bis 500 GByte misst und der 1 GByte groß ist bei der SSD mit 1 TByte Kapazität. Den Cache-Speicher TurboWrite gibt es auch bei dieser SSD.
Die Garantie von Samsung beträgt 5 Jahre oder die maximal garantierte Schreibmenge.

BaureiheSSD 850 EvoSSD 850 EvoSSD 850 EvoSSD 850 Evo
ModellMZ-N5E120MZ-N5E250MZ-N5E500MZ-N5E1T0
Kapazität120 GByte250 GByte500 GByte1 TByte (1000 GByte)
Gehäuse / AnschlussM.2, SATA IIIM.2, SATA IIIM.2, SATA IIIM.2, SATA III
Lesen540 MByte / Sek.540 MByte / Sek.540 MByte / Sek.540 MByte / Sek.
Schreiben520 MByte / Sek.520 MByte / Sek.520 MByte / Sek.520 MByte / Sek.
Lesen97.000 IOPS97.000 IOPS97.000 IOPS97.000 IOPS
Schreiben89.000 IOPS89.000 IOPS89.000 IOPS89.000 IOPS
Garantierte Schreibmenge75 TBW75 TBW150 TBW150 TBW
Straßenpreis84 Euro109 Euro179 Euro349 Euro
Preis pro GByte Kapazität0,70 Euro0,44 Euro0,36 Euro0,35 Euro

Bereits mit einem PCIe-Anschluss ausgerüstet ist die Samsung SSD 950 Pro M.2: Diese gibt es aktuell nur noch in den Kapazitätsstufen 256 GByte und 512 GByte.

Eigentlich nur noch ein Auslaufmodell ist die Samsung SSD 950 Pro mit M.2-Anschluss. Die neueren Modelle sind alle schneller und günstiger. Deswegen: Finger weg!

Ihre Lese- und Schreibgeschwindigkeiten variieren stark: Während das kleinere Modell 2200 (Lesen) und 900 MByte pro Sekunde (Schreiben) schafft, sind es beim größeren Modell bereits 2500 MByte pro Sekunde und 1500 MByte pro Sekunde. Dies ist der bereits angesprochene Geschwindigkeitsvorteil, wenn der Controller mehrere Kanäle parallel ansprechen kann. Wir rechnen damit, dass die SSD 950 Pro – wenn überhaupt – nur noch kurze Zeit verfügbar sein wird, weil sie eigentlich schon durch das nächste Modell abgelöst wurde.

BaureiheSSD 950 ProSSD 950 Pro
ModellMZ-VKV256MZ-VKV512
Kapazität250 GByte512 GByte
Gehäuse / AnschlussM.2, PCIe Gen 3.0 x4, NVMe 1.1M.2, PCIe Gen 3.0 x4, NVMe 1.1
Lesen2200 MByte / Sek.2500 MByte / Sek.
Schreiben900 MByte / Sek.1500 MByte / Sek.
Lesen270.000 IOPS300.000 IOPS
Schreiben85.000 IOPS110.000 IOPS
Garantierte Schreibmenge200 TBW400 TBW
Straßenpreis199 Euro349 Euro
Preis pro GByte Kapazität0,78 Euro0,68 Euro

Die Samsung SSD 960 Evo zeigt, dass Samsung auch im Highend-Bereich durchaus variieren kann. Diese SSD arbeitet wie alle 900er Modelle im PCIe-/NVMe-Modus und ist damit nur für aktuellste Rechner zu empfehlen.

Für M.2-Steckplätze eine der empfehlenswertesten SSDs, wenn man auch ein wenig aufs Geld achten möchte: Die Samsung SSD 960 Evo.

Mit dem eingebauten DRAM-Cache und dem TurboWrite-Pufferspeicher realisiert sie Lesegeschwindigkeiten von bis zu 3200 MByte pro Sekunde und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 1900 MByte pro Sekunde. Samsung macht in diesem Preissegment sowieso keine halben Sachen mehr und bietet nur Modelle mit 250 GByte, 500 GByte und 1 TByte an. Die Speicherzellen fassen jeweils 3 Bit, so dass es sich um TLC-Module handelt.

BaureiheSSD 960 EvoSSD 960 EvoSSD 960 Evo
ModellMZ-V6E250MZ-V6E500MZ-V6E1T0
Kapazität250 GByte500 GByte1000 GByte
Gehäuse / AnschlussM.2, PCIe Gen 3.0 x4, NVMe 1.2M.2, PCIe Gen 3.0 x4, NVMe 1.2M.2, PCIe Gen 3.0 x4, NVMe 1.2
Lesen3200 MByte / Sek.3200 MByte / Sek.3200 MByte / Sek.
Schreiben1500 MByte / Sek.1800 MByte / Sek.1900 MByte / Sek.
Lesen330.000 IOPS330.000 IOPS380.000 IOPS
Schreiben300.000 IOPS300.000 IOPS300.000 IOPS
Garantierte Schreibmenge100 TBW200 TBW400 TBW
Straßenpreis139 Euro259 Euro449 Euro
Preis pro GByte Kapazität0,56 Euro0,52 Euro0,45 Euro

Die Samsung SSD 960 Pro ist der Superstar im SSD-Angebot des südkoreanischen Herstellers. Sie ist gleichzeitig die erste M.2-SSD mit 2 TByte Datenkapazität. Weil diese SSD sowieso – sicher gerechtfertigt – überdurchschnittlich teuer ist, verzichtet Samsung auf Modelle mit niedriger Kapazität: Die Modellreihe umfasst 500 GByte, 1 TByte und eben 2 TByte.

Das Ding macht Ernst: Aktuell ist so ein Highend-Produkt wie die Samsung SSD 960 Pro noch sehr teuer, aber sie zeigt, wo die Reise hingeht. In ein paar Jahren ist sowas Stand der Technik.

Samsung hat großes Vertrauen in die Langzeitstabilität seiner zweibittigen MLC-Speicherzellen, die hier in maximal 48 Lagen übereinander angeordnet werden: Die Garantie währt 5 Jahre oder eine garantierte maximale Schreibmenge von bis zu 1200 TByte, das wären grob gesagt jeden Tag 1000 GByte, die man auf die SSD schreiben dürfte. Solchen Bedarf haben vielleicht Videotechniker, die digitale Fernsehstreams bearbeiten müssen, aber normale Anwender dürften mit dieser SSD weit über das Ziel hinausschießen.

BaureiheSSD 960 ProSSD 960 ProSSD 960 Pro
ModellMZ-V6P512MZ-V6P1T0MZ-V6P2T0
Kapazität512 GByte1024 GByte2048 GByte
Gehäuse / AnschlussM.2, PCIe Gen 3.0 x4, NVMe 1.2M.2, PCIe Gen 3.0 x4, NVMe 1.2M.2, PCIe Gen 3.0 x4, NVMe 1.2
Lesen3500 MByte / Sek.3500 MByte / Sek.3500 MByte / Sek.
Schreiben2100 MByte / Sek.2100 MByte / Sek.2100 MByte / Sek.
Lesen330.000 IOPS440.000 IOPS440.000 IOPS
Schreiben330.000 IOPS360.000 IOPS360.000 IOPS
Garantierte Schreibmenge400 TBW800 TBW1200 TBW
Straßenpreis339 Euro639 Euro1249 Euro
Preis pro GByte Kapazität0,66 Euro0,62 Euro0,61 Euro