Grundlagen

Eine SSD (die Abkürzung für Solid State Disk) macht die Arbeit mit einem PC oder Notebook erheblich flotter. Zwar werden Grafikkarten und Prozessoren mit jeder Generation immer schneller und der Arbeitsspeicher immer größer, diese Komponenten sind aber so schnell, dass bei praktisch keinem Anwender an dieser Stelle ein Flaschenhals auftritt. Die Bremse ist die eingebaute Festplatte. Genauer gesagt, sind es die zahllosen Schreib- und Lesezugriffe des Betriebssystems und der Anwendungsprogramme auf die Festplatte.
Ein Betriebssystem wie Windows oder auch ein ganz normales Programm wie Word oder ein Internetbrowser bestehen aus tausenden von einzelnen Dateien, die gelesen werden müssen. Bei jedem Festplattenzugriff muss der Schreib-Lese-Kopf erst an die richtige Stelle gebracht werden und dann muss die Festplatte noch bis zum Anfang des richtigen Sektors drehen, und das kostet Zeit. Beim Start von Windows und Anwendungsprogrammen müssen abertausende von nicht zusammenhängenden Sektoren eingelesen werden, und das bremst den ganzen Vorgang deutlich. Eine SSD kommt völlig ohne bewegliche Komponenten aus, so dass sie praktisch verzögerungsfrei Dateien lesen und schreiben kann.
Grundsätzlich reicht für eine enorme Beschleunigung gegenüber einem festplatten-basierten System der Einbau einer 128 GByte großen SSD. Diese bietet damit zwar nur Platz für das Betriebssystem und die Anwendungsprogramme, in der Praxis realisiert man damit aber schon einen gigantischen Geschwindigkeitszuwachs. Große Anwendungen wie beispielsweise ein Layoutprogramm oder eine Bildbearbeitung brauchen dann zum Start nicht mehr 20 Sekunden oder länger, sondern poppen innerhalb weniger Sekunden auf Ihren Bildschirm. Wir empfehlen Ihnen mittlerweile die Anschaffung einer etwa 240 bis 256 GByte großen SSD. Diese erhalten Sie im Fachhandel für etwa 80 Euro. Damit haben Sie dann auch Reserven für umfangreiche Updates.
Zugriffe auf große Nutzdaten, wie beispielsweise Fotos, Musik oder Videos sind nicht so zeitkritisch, sie können auf einer weiterhin parallel betriebenen normalen Festplatte bleiben. Das gleiche gilt für große Spiele, für die sicher nur Hardcore-Gamer den teuren Speicherplatz auf der SSD reservieren werden. Wenn Sie ein Notebook besitzen, das nur Platz für einen Massenspeicher bietet, schauen Sie bitte hier. Gleiches gilt, wenn Sie beispielsweise wegen eines Defekts Ihre alte Festplatte nicht weiter benutzen können respektive wollen.

Preise & Empfehlungen

Nachdem 2013 die Preise wegen der wachsenden Nachfrage gestiegen sind, fallen sie seit 2015 mehr oder weniger ins bodenlose: Für eine 64 GByte große SSD muss man um die 40 Euro bezahlen. Diese Kapazität ist aber für den praktischen Einsatz zu gering. Besser ist die doppelte Kapazität (120 bis 128 GByte) für 50 bis 60 Euro oder am besten eine mit 256 GByte, die man bereits ab 75 Euro bekommt.
Der Preis von 75 Euro für 240 bis 256 GByte bezieht sich auf die Einstiegsklasse. Es gibt auch teure Modelle, die fast das Doppelte kosten können! Diese bieten eine längere Garantie, eventuell die eine oder andere Softwarebeigabe und natürlich auch deutlich höhere Geschwindigkeitswerte.
Grundsätzlich wird ein normaler Büroanwender oder Gelegenheitsspieler die Geschwindigkeitsunterschiede einer SSD für 80 Euro und einer gleich großen SSD für 140 Euro nicht merken. Der Unterschied von einer normalen Festplatte zu einer SSD ist bereits so groß, dass eine oder zwei Sekunden nicht mehr ins Gewicht fallen. Ein normaler Anwender wird deswegen mit einer sehr günstigen SanDisk SSD Plus genauso glücklich wie mit einer Samsung 850 Pro. Oder wahrscheinlich ist er besser bedient, weil er für die eine nur 69 Euro und für die andere 125 Euro zahlen muss.