Lexikon

2,5 Zoll
Genauso wie der Begriff ->3,5 Zoll ein Normmaß für die Baugröße einer Festplatte oder eines SSD-Laufwerks. Laufwerke im 2,5-Zoll-Format werden normalerweise nur in Notebooks verwendet. In normalen PCs finden aus Kostengründen 3,5-Zoll-Festplatten Verwendung, weil diese bei gleicher Kapazität billiger sind oder bei gleichen Anschaffungskosten eine höhere Kapazität bieten.
Bis auf wenige Ausnahmen für Sonderzwecke werden SSDs nur im 2,5-Zoll-Format gebaut. Wenn man eine SSD in einen normalen PC einbauen möchte, braucht man meist einen entsprechenden Einbaurahmen für 5 bis 10 Euro.
Ein Speichermedium im 2,5-Zoll-Format ist 100 mm lang und 70 mm breit. Fast alle SSDs haben eine ->Bauhöhe von 9,5 Millimetern. Besonders dünne Notebooks erfordern SSDs mit einer Bauhöhe von 7 mm.
3,5 Zoll
Normmaß für PC-Festplatten. Eine 3,5-Zoll-Festplatte ist 101,6 mm breit, 146 mm lang und bis zu 25,4 mm hoch. Für den Einbau einer SSD in einen PC braucht man einen Einbaurahmen oder man kann bei einem modernen Gehäuse die 2,5-Zoll-SSD auch direkt befestigen.
AHCI
Das Advanced Host Controller Interface ist eine Befehlsschnittstelle zwischen Speichermedien und dem Rest des Computers, sprich in erster Linie des Betriebssystems. Erst AHCI erlaubt aktuelle Stromspar-Features, den -> Trim-Befehl oder das -> Native Command Queuing. Alternativ können die SATA-Schnittstellen als „IDE“ konfiguriert sein, damit verschenkt man aber viel Geschwindigkeit und Funktionalität.
Bauhöhe
Eine normale Festplatte im 3,5-Zoll-Format hat eine Bauhöhe von 1 Zoll, also 25,4 Millimetern. Eine SSD misst nur 9,5 oder 7 Millimeter.
Byte
Nach dem Bit die kleinste Datenmenge in der Informationstechnik. Ein Byte braucht man, um einen Buchstaben bzw. ein Zeichen abzubilden.
eSATA
SATA-Variante für externe Massenspeicher. Normale SATA-Kabel dürfen nur innerhalb des Computergehäuses verwendet werden, so dass für eSATA spezielle Kabel und um Verwechslungen zu vermeiden spezielle Buchsen entwickelt wurden. Kann sich nach wie vor nicht durchsetzen.
HDD
Abkürzung für Hard Disk Drive, Festplatte.
IDE
Mittlerweile veraltete Anschlussnorm für Festplatten. Wurde etwa 2004 abgelöst durch die ->SATA-Schnittstelle. Die Nachrüstung einer SSD mit IDE-Anschluss lohnt sich nicht.
IOPS
Abkürzung für „Input / Output Operations per Second“, misst die Geschwindigkeit von Datenträgern wie Festplatten oder SSDs. Langsame SSDs erreichen einen Wert von 10.000, sehr schnelle bis zu 80.000. Die schnellsten Festplatten kommen bestenfalls auf 300 bis 350.
M.2
Bisher auch bekannt als NGFF (Next Generation Form Factor) ist ein neuer Standard, um SSDs direkt auf eine PC-Hauptplatine stecken zu können. Damit kann die Kommunikation zwischen PC und SSD schneller erfolgen, so dass beispielsweise Daten schneller gelesen und geschrieben werden können. Die Breite und Länge kann variieren, aktuell gibt es nur Karten mit 22 mm Breite und meist 80 mm Länge. Die M.2-Erweiterungskarte wird auf der Kontaktseite eingesteckt und dann mit einer Schraube fixiert. Oft ist das Schraubenloch auch nur halbkreisförmig vorgesehen. M.2 ist der Nachfolger des nicht lange verwendeten mSATA-Standards.
MLC
Siehe SLC
mSATA
mSata ist ein nicht mehr ganz aktueller Standard zur Integration von Flash-Speicher auf Computer-Hauptplatinen. Insbesondere in den besonders kleinen Ultrabooks und Pad-Computern wird mSATA verwendet zur Integration von SSD-Speicherplatz, sowohl alternativ als auch zusätzlich zu einer Festplatte.
Native Command Queuing
NCQ ist eine Eigenschaft aller modernen Massenspeicher zur Verbesserung der Geschwindigkeit. Sobald das Betriebssystem mehrere Befehle („lies xx, lies xy, lies xz“, die Warteschlange kann maximal 31 Befehle lang sein) schickt, darf das Laufwerk dank NCQ die Reihenfolge der Ausführung dieser Befehle selbst wählen. In SSDs ist NCQ interessant, wenn der SSD-Controller auf diese Weise mehrere Zugriffe auf die Speicherzellen parallel erledigen kann.
Raid 0
Ein Standard, bei dem alle Daten nicht auf einen, sondern abwechselnd auf zwei Massenspeicher geschrieben werden. Damit erreicht man grob gesagt die doppelte Geschwindigkeit beim Schreiben und Lesen. Der Ausfall eines Massenspeichers macht aber den kompletten Verbund unbrauchbar.
Raid 1
Ein Standard, bei dem alle Daten parallel auf zwei Massenspeicher geschrieben werden. Sollte ein Laufwerk verloren gehen oder beschädigt werden, kann man immer noch die Daten des zweiten nutzen. In einem Raid 1 wird ein als Ersatz für ein defektes Laufwerk eingebrachtes neues Laufwerk automatisch auf den Stand des alten gebracht. Raid 1 schützt jedoch nicht gegen Viren und Würmer oder Defekte von Netzteil oder Mainboard.
SATA
Abkürzung für Serial-ATA bzw. Serial Advanced Technology Attachment, eine im Jahr 2000 entwickelte Norm für den Anschluss von Festplatten. Setzte sich erst 2004 durch. SATA war schneller und wegen dünner flexibler Kabel für die Computerhersteller einfacher zu verbauen.
SATA I
Die erste Version der SATA-Norm. Maximale Datenübertragungsrate 150 MByte pro Sekunde. Darf laut Richtlinien der Normentwickler (Serial ATA International Organization) eigentlich nicht SATA-I genannt werden.
SATA II
Zweite Version der SATA-Norm mit maximal 300 Mbyte pro Sekunde Datenübertragungsrate und neuen Steuerbefehlen für Festplatten und andere Massenspeicher.
SATA III
Ewa 2010 erstmals in PCs angebotene Version 3.0 der SATA-Norm mit einer maximalen Datenübertragungsrate von 600 Mbyte pro Sekunde. In einem heute verkauften normalen PC stecken zwei Schnittstellen nach SATA III für Festplatten oder SSDs und zwei Schnittstellen für SATA II, beispielsweise für optische Laufwerke.
SATA Express
Im Herbst 2013 eingeführte Version 3.2 der SATA-Norm erlaubt je nach technischer Implementierung Übertragungsraten von 8 oder 16 GBit pro Sekunde, benötigt aber neue Kabel und Laufwerke und wird deswegen – falls überhaupt – noch einige Zeit brauchen, um sich durchzusetzen.
Serial ATA 1.5 Gbit/s
Offizielle und einzige erlaubte Benennung von ->SATA-I.
Serial ATA 3.0 Gbit/s
Offizielle und einzige erlaubte Benennung von ->SATA-II.
Serial ATA 6.0 Gbit/s
Offizielle und einzige erlaubte Benennung von ->SATA-III.
SATA-150
Weitere unerwünschte Bezeichnung für den ersten SATA-Standard.
SATA-300
Weitere unerwünschte Bezeichnung für den zweiten SATA-Standard.
SATA-600
Weitere unerwünschte Bezeichnung für den dritten SATA-Standard.
SLC
Standard für die in SSDs verwendeten Flash-Speicherzellen. Eine „Single Level Cell“ speichert jeweils ein Bit pro Speicherzelle. SLCs wurden jedoch schnell weiterentwickelt: Eine Multi Level Cell (MLC) speichert zwei Bits und eine Triple Level Cell (TLC) gleich drei Bits pro Speicherzelle. Umso mehr Bits pro Speicherzelle untergebracht werden können, desto größer ist die Kapazität bei annähernd gleichem Aufwand. Die fertige SSD ist also dank MLC oder TLC entsprechend preisgünstiger bei gleicher Kapazität. Umso mehr Bits pro Speicherzelle, desto fehleranfälliger ist der Flash-Speicher: TLCs sind anfälliger als MLCs und diese sind anfälliger als SLCs. Verschiedene Techniken können diese Probleme aber mehr als ausreichend beheben.
SSD
Massenspeicher auf Basis von Flash-Speicherzellen. Kommt ohne bewegliche mechanische Teile aus und ist deutlich schneller als die bisher verbauten Festplatten. Mehr unter ->Grundlagen.
TBW
Die Abkürzung für „TeraBytes Written“ steht für die Datenmenge, mit der eine SSD im Lauf ihres Lebens beschrieben werden kann (wobei das meiste natürlich wieder gelöscht werden muss). Üblich sind Werte um die 35 Terabyte, also 35.000 GByte. Ein Rechenbeispiel: Eine SSD gehobener Kapazität mit 250 GByte können Sie dann über fünf Jahre lang jeden Tag (5 x 365 Tage) mit 19 GByte Daten beschreiben, damit Sie innerhalb dieser Zeit eine Abnutzung feststellen.
TLC
Siehe SLC
Thunderbolt
Erst 2012 eingeführte und derzeit schnellste Schnittstelle für den Anschluss externer Geräte an PCs und Notebooks. Thunderbolt findet man in erster Linie an Notebooks des Herstellers Apple, andere Hersteller aus dem PC-Bereich sind noch zurückhaltend. Thunderbolt überträgt 10 GBit pro Sekunde (1,25 GByte pro Sekunde), Thunderbolt 2 bietet das doppelte Tempo. Thunderbolt ist technisch sehr aufwendig (so müssen die Kabel aktiv sein und deswegen extrem schnelle eingebaute Verstärker-ICs enthalten), und weil die mit USB 3.0 verfügbare Geschwindigkeit den meisten Anwendern reichen dürfte, rechnen wir mit keiner schnellen Verbreitung. Anfang 2013 sind die ersten Raid-0-Adapter für SSDs erschienen, die man dann aus Geschwindigkeitsgründen mit Thunderbolt anbinden muss.
Trim
Der Trim-Befehl sagt einer SSD, dass sie jetzt „aufräumen“ kann. Ein Schreibvorgang auf einer SSD umfasst niemals nur eine Page (früher wäre das ein Sektor gewesen) mit 4 KByte Kapazität, sondern immer einen sogenannten „Erasable Block“ (früher hätte man Cluster dazu gesagt). Ein Erasable Block umfasst 64, oder 128 oder 256 Pages, misst also 256, 512 oder 1024 KByte. Der Controller in einer SSD kann immer nur einen Erasable Block am Stück schreiben. Wenn sich in einem Erasable Block beispielsweise die 11. und 12. Page ändert, weil ein kurzer Text korrigiert und wieder gespeichert wurde, liest der Controller selbstständig die anderen Pages des Erasable Blocks ein, fügt die aktuellen Infos der 11. und 12. Page hinzu und schreibt alles in einen neuen Erasable Block. Der alte Erasable Block wird als „kann wieder überschrieben werden“ gekennzeichnet und damit freigegeben. Wenn man Dateien löscht, wird das aber nur im Inhaltsverzeichnis des Dateisystems vermerkt, d.h. unter Umständen würde man buchstäblich jahrelang Daten mitziehen, die man gar nicht mehr braucht. Der Trim-Befehl zwingt die SSD, nicht mehr aktuelle Page-Inhalte ebenfalls freizugeben. Auch dieser Vorgang findet nur logisch bzw. in einem Inhaltsverzeichnis des Controllers statt, es wird dabei niemals auf die tatsächlichen Erasable Blocks zugegriffen. Das bedeutet, die Ausführung des Trim-Befehls erfolgt sehr schnell; er läuft vollautomatisch nach jedem Löschen von Dateien und nach jedem Neustart statt.
Trim wird von Windows 7 und aktueller unterstützt, jedoch nicht, wenn mehrere SSDs zur Geschwindigkeitssteigerung in einem RAID organisiert sind. Mit früheren Betriebssystemen oder einem RAID ist man stattdessen auf die Garbage Collection der SSD(s) angewiesen, die praktisch das gleiche macht, aber unabhängig vom Host-Computer funktioniert.
USB
Standard für den Anschluss externer Geräte wie beispielsweise Drucker oder Massenspeicher (Festplatte, SSD) an einen PC oder an ein Notebook. Bietet im aktuellsten Standard USB 3.0 eine theoretische Geschwindigkeit von 4 GBit pro Sekunde, also 2/3 der Geschwindigkeit von SATA III. Schnelle SSDs werden sogar durch USB 3.0 noch ausgebremst.