SSD mit 10 GByte pro Sekunde Datenrate lieferbar

Seagate verkauft mit seiner neuen Nytro XP7200 PCIe-Steckkarte die aktuell schnellste SSD: Bis zu 10 GByte Daten pro Sekunde, also etwa das siebzehnfache normaler, wirklich schneller SATA-SSDs soll die Steckkarte liefern.
Die Nytro XP7200 schafft das nur, weil sie den Flaschenhals im SATA-Massenspeichercontroller umgeht. Dieser kann auch im besten Fall theoretisch 600 MByte pro Sekunde übertragen, in der Praxis werden daraus um die 500 bis 560 MByte pro Sekunde. Seagate erreicht dies, indem die SSD-Module direkt in einen PCIe-Steckplatz des PCs oder Servers gesteckt werden. Auf der PCIe-Steckkarte wiederum findet man vier mehr oder weniger handelsübliche M2-SSD-Module, die von einem eigenen Controller parallel angesprochen werden.
Das damit erzielte Tempo ist mehr als beeindruckend:
ModellNytro XP7200 7,7 TBNytro XP7200 3,8 TB
Kapazität7700 GByte / 7,7 TByte3800 GByte / 3,8 TByte
Lesen10.000 MByte / Sek.10.000 MByte / Sek.
Schreiben3.600 MByte / Sek.3.600 MByte / Sek.
Lesen940.000 IOPS940.000 IOPS
Schreiben160.000 IOPS160.000 IOPS
Haltbarkeit - maximale Schreibmenge0,3 Drive Writes per Day = 2310 GByte / Tag0,3 Drive Writes per Day = 1140 GByte / Tag

Laut Hersteller ist die Geschwindigkeit der beiden Varianten gleich, egal, ob man die Maximallösung mit 7,7 TByte oder die „kleine“ SSD mit 3,8 TByte nimmt. Die maximale garantierte Schreibmenge gibt Seagate mit jeweils 0,3 Drive Writes pro Tag an, was aufgrund der unterschiedlichen Kapazität natürlich zu verschiedenen Werten führt. Solange man sich an diese Vorgabe hält, garantiert der Hersteller eine Lebensdauer von 5 Jahren.
Die beiden Steckkarten sind ab sofort lieferbar. Im normalen Handel sucht man die Modelle aber vergebens, denn laut Seagate werden sie nur an Serverhersteller geliefert. Wir rechnen mit einem Verkaufspreis von 3500 Euro für das große Modell und 2500 Euro für das kleinere.

Der RAID-Controller, um die vier Speichermodule anzusprechen, befindet sich unter diesen.

Deutlich sieht man bei der Seagate Nytro XP7200 unter dem passiven Kühlkörper die vier M2-SSD-Speichermodule.